Sezierkurs

An der MUI hat man noch im 1. Semester 3 Wochen lang Sezierkurs. Hier werden in der ersten Woche die Gelenke, Knochenpunkte und Ligamenta am Präparat studiert und am Ende der Woche gibt es dann schon das 1.Assesment. Zunächst wird man in kleine Gruppen eingeteilt zu je 8 Personen und man bekommt einen Tutor. Ich erinnere mich noch so gut an diese Anspannung und Angst. Man hat ja zuvor so etwas noch nie gemacht. Die Prüfung findet mündlich statt und man kann 9 Punkte erreichen. Naja am Montag nach den Weihnachtsferien ging es los und meine Freundin und ich standen schon total aufgeregt vor den Türen zu den Seziersälen. Die Tutoren brachten uns zu den Tischen und dort warteten wir auf den Dozenten, der uns dann über den Ablauf informierte und uns dann noch mitteilte, dass wir nicht wie alle anderen Studenten am Freitag geprüft werden sonder schon am Donnerstag. Ich sah meine Freundin total entsetzt an und mir war überhaupt nicht klar, wie ich alles in nur 3 Tagen lernen sollte.

Schock verdaut 

Wir bekamen alle ein Gelenk, ich bekam das Knie. Jeder hat bei der Prüfung dann 1 Frage mit 3 Unterfragen zu seinem Gelenk bekommen. 1 Frage zu Knochenpunkten und Allgemeiner Gelenklehre und die letzte Frage war normalerweise irgendein anderes Gelenk. Die Prüfung war eigentlich doch nicht so schlimm wie ich sie mir erwartet habe. Man hat genug Zeit sich die Dinge zu überlegen und wenn man mal einen Blick zum Tutor wirft kann der auch schon mal helfen. An meinem Tisch haben alle Bestanden. Man freut sich natürlich sehr jedoch nur kurz, denn es geht dann sofort weiter mit dem 2.Assesment. Hier werden alle Muskeln mit Ursprung, Ansatz, Funktion und Innervation und Faszien geprüft. Bei uns wollte der Dozent zusätzlich noch den Beckenboden und die Hernien. Nun hatten wir gute 2 Wochen zum Stoff lernen. Wir mussten aber diesmal sezieren. Ich persönlich hatte am Anfang etwas Schwierigkeiten mit dem Skalpell aber nach einer Zeit ging es richtig gut. Mir hat es dann auch richtig gut gefallen vor allem wenn man dann plötzlich etwas entdeckt – wie z.B. einen Nerv und man dann erst sieht, dass das eigentlich nicht der eigentlichen Vorstellung entspricht  haha.

 

Die Prüfung

Bei uns war das leider alles andere als entspannt. Am Tag vor unsere Prüfung erfuhren wir, dass der Dozent nicht kommen kann und wir bei jemanden anderen geprüft werden. Der Prüfer wäre total cool gewesen aber es sollte irgendwie doch nicht sein und am Tag unserer Prüfung, um 8 Uhr morgens erfuhren wir, dass wir doch bei einem ganz anderen Prüfer eingeteilt wurden, der auf gaaaanz andere Dinge wert legt. Auch das war im Endeffekt dann doch nicht so schlimm. Ich persönlich fand den super nett und irgendwie hoffe ich, dass ich Ihn beim Sezierkurs im 3. Semester auch bekomme.

Trotz des unglaublichen Lernaufwandes hat der SEKU mir wirklich gut gefallen. Man stresst sich zwar am Anfang sehr – das war aber eigentlich wirklich nicht nötig.

 

 

 

 

 

 

Mein „Ich hab bestanden“ Selfie
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